das ist kunst - ich darf das!

seelenmüll & alltagsfetzen

  • Home
  • RSS
  • Archive
  • Random
  • 24 Juni
    21:58 pm

    kunst ist kacke oder ist kacke kunst?

    leslie thea splattert, pockhuhn darf das nicht und coldmirror wechselt zu arte.

    ob videos auf youtube, facebookeinträge oder das schreiben eines seelenmüllblogs, als “künstler” suche ich immer wieder nach neuen “ausdrucksformen”. und wenn ich mich auf youtube umsehe entdecke ich jede menge kunst. ich war geradezu hypnotisiert, als ich vor ein paar tagen amy zusah, wie sie sich mit sahne und honig beschmierte. für mich ein meisterwerk, gerade weil es zu kontroversen diskussionen geführt hat.

    noch vor einem jahr sah ich youtube eher kritisch. ich befand mich selbst in einer resignierenden phase, in der ich doch unfähig war mich von der filmerei ganz loszusagen. ich fragte mich, wofür und für wen ich eigentlich videos produzierte, machte kurzentschlossen den kanal dicht, nur um kurze zeit später wieder festzustellen, dass ich davon, genau wie von rauchen und sex, nicht loskommen kann. ich war hin- & hergerissen zwischen dem drang zu filmen und der unfähigkeit kreativ zu sein. doch als ich amy sah, war ich fasziniert von dieser einfachheit, mit der sie diesen filmgemacht hat. ich will nicht behaupten, dass dies nun eine initialzündung für mich war, aber als ich wenige tage später leslie thea’s film “kunstkacke” wiedersah, war das für mich nun endlich grund genug eine neue betrachtungsweise von youtube zu beginnen. statt es, wie bisher, zu bedauern, dass youtube sehr kommerziell geworden ist (was es musste um zu überleben), suche ich nun nach kleinen “künstlerischen subkulturen”, die es auf youtube, wie auf keiner anderen videoplattform in dieser form sonst gibt. und ich habe festgestellt, dass wir in der “youtube-gemeinde” jede menge kleiner künstler haben. ob sie sich als solche verstehen oder nicht. 

    wir schaffen kleine meisterwerke mit unseren mitteln.

  • 17 Juni
    16:30 pm

    verpasste züge

    manchmal braucht man etwas abstand zu den dingen um sie besser bewerten zu können.

    meine begegnung mit tony army ist nun fast eine woche her. als ich danach wieder zu hause ankam stellte ich mir die frage, was an dem tag gut war, was die reise wertvoll gemacht hat. letzte woche traute ich mich mir selbst einzugestehen, dass das beste am tag, die rückreise war. nicht, das ich falsch verstanden werde, ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut tony und auch lisa endlich treffen zu können, gehörten sie doch zu den letzten youtubern, die ich gerne persönlich treffen wollte. aber meine erwartungen, wie auch immer diese ausgesehen haben mögen, waren wohl zu hoch. nicht an tony und lisa, sondern eher daran, was passiert, also an das, was wir zusammen machen. deshalb war ich auch etwas neidisch, als ich die fotos aus münchen sah.

    jetzt, mit einer woche abstand, kann ich mir selbst eingestehen: der tag hat sich gelohnt, und zwar wegen der rückfahrt.

    als tony mich abends zum kassler bahnhof brauchte, verpasste ich die beste zugverbindung um nur eine minute. statt sofort aus kassel rauszukommen und in nur eineinhalb stunden wieder zuhause sein zu können, musste ich eine stunde auf den nächsten zug warten, um dann meine vierstündige rückfahrt antreten zu können. aber was besseres hätte mir nicht passieren können. am bahnsteig wurde ich aufgrund meines st pauli kaputzenpullis von einem flaschensammler angesprochen. wir unterhielten uns über die bundesliga, fussballmillionäre und verpasste chancen. ich erfuhr, dass er früher selbst einmal landesliga gespielt hat und ich glaubte ihm jedes interessante wort. am ersten umstieg lernte ich einen jungen türken kennen, der auf dem weg zur hochzeit seiner kusine war und am zweiten umstieg einen jungen, blinden mann, der scheinbar alle zugverbindungen zwischen hamburg und frankfurt auswendig konnte. ich hatte also beeindruckend wunderbare gespräche.  dabei hatte ich mich in kassel noch über den verpassten zug geärgert. diese rückfahrt hat mir wieder einmal gezeigt, dass es keine verpassten züge gibt, sondern, vorrausgesetzt man geht mit offenen augen durch die welt, nur neue erfahrungen. ich habe selten so offene menschen kennengelernt und so wunderbare gespräche geführt, wie an diesem abend auf den bahnhöfen und in den zügen zwischen kassel und bielefeld.

  • 13 Juni
    16:16 pm

    bitte nicht noch ein blog!

    seinen wir doch mal ehrlich! der einzige grund, warum man einen blog schreibt, also eine art öffentliches tagebuch, ist, weil man sein eigenes leben für so interessant hält, oder zumindest meint in der lage zu sein es als besonders interessant verkaufen zu können.

    ich bin jetzt seit dreizehn tage auf facebook und habe schnell festgestellt, dass das zwar eine schöne spielerei ist, und man kurze gedankefetzen, bilder oder kleine videos hochladen kann, aber mit 420 zeichen pro post kann man nicht viel rauslassen von dem kram, von dem man glaubt die welt da draußen solle daran teilhaben.

    deshalb also dieser blog.

    und was wird die wenigen leser erwarten? nun, wahrscheinlich den selben seelenmüll, den man von mir auch schon von youtube und facebook kennt. nur in einer anderen form.

    ich bin gespannt, seit ihr es auch!

Indecision | powered by tumblr